Parkclub Fürstenwalde

Livemusik, Kreativität und junge Kultur in Fürstenwalde

Die reife Stadt

Gepostet von am Apr 13, 2015

wand

Toys, Outlines, Pupsguarkermole, Magic Pizza und langweilige Mucke. Was für eine Woche, was für Widrigkeiten und die Fragen: ‘Wer macht denn sowas?’ und ‘Wo ist eigentlich die Ananas?”.

Zur Reifen Stadt ungern, gehört wohl Filmemacher David Lynch. Der wiederum erkannte kürzlich „Grafittis verderben die Welt“ – praktizierter Selbstausschuss in der Postmoderne. Allein wegen des Grafittiworkshops in der vergangenen Woche sehen wir das natürlich anders und halten es da eher mit diesem Rio Reiser. Seit vergangener Woche fehlen der Stadt mehrere hundert Meter betongrau im frühlingshaften Farbenspiel. Im von der Aktion Mensch unterstützten „Freie Farbe“ Projekt, waren viele fleißig und der Stadtpark lädt neben Springbrunnenbaustelle, Affen im Zoo und natürlich dem Parkclub mit einer weiteren Attraktion zum Flanieren. Zu manchen Werken muss mensch sich etwas durchkämpfen, das Dickicht ist eben manchmal gnadenlos und was der Wald mit einem machen würde, wenn mensch ihn lässt, weiß schon die Antilopengang..

Aber auch literarisch stand der Parkclub in der vergangenen Woche ganz schön weit vorne. NAGEL begrüßte beinahe vier volle Hände Gäste und las aus seinem neuen Buch Drive-by shots. Sehr erheiternd und tief. „Abgeschoben ins eigene ich“, blieb einer der Sätze des Abends. Die abendliche Privatlektüre bestand dann aus dem frisch erworbenen NAGELerstling „Wo die wilden Maden graben“, ich hatte bisher leider nur über das Buch gelesen und bin froh, es dann doch irgendwann beim Künstler erstanden zu haben.. Ganz schön autobiografisch, nicht nur für den NAGEL, irgendwie kennen viele solche Stories, nur immer wieder aus unterschiedlichen Perspektiven. Lest selbst.

Extatischer Bluesrock – so dann der Samstag. Zwei Wahnsinnige gaben sich die Klinke in die Hand. Beeindruckend zu hören wie viel mehr als Spaß es für 5 Rano und die Florian Lohoff Band bedeutet, Musik zu machen. Das vergleichsweise „alte“ Genre hat technisch ganz schön dick aufgetragen, sympathische Menschen, durch und durch. Was uns in der aktuellen Woche beschäftigt steht ja wie immer auf selbiger Homepage. Auf eine Sache möchten wir doch aber noch besonders hinweisen. Das deutsche Asylrecht zwingt zahlreiche AktivistInnen aktiv zu werden und mach diese Aktion leider mehr als notwendig.

Hier gibt es sehr viel gutes Material, Termine und Hintergründe:

Asylrechtsverschärfung stoppen!

Kein Mensch ist illegal!

Wir zeigen zwei Filme als Teil der Brandenburger Ökofilmtour. „Willkommen auf Deutsch“ am Montag den 13.04. und „Nur der Pole bringt die Kohle“ am 14.04..

Der Eintritt für beide Veranstaltungen ist frei.

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